Propädeutikum Psychologie an der Uni Bern: Prüfungen im ersten Studienjahr

Uni BernPsychologie BachelorHS 2026Stand 30.09.2026

Das Propädeutikum ist das erste Studienjahr im Psychologie-Bachelor an der Uni Bern. Hier steht, welche Fächer dazugehören, wann geprüft wird, was bei einem Nichtbestehen gilt und wie du sechs Prüfungen über zwei Semester planst.

Kurz beantwortet

Das Propädeutikum umfasst an der Uni Bern 41 ECTS und läuft über die Semester 1 und 2. Im ersten Jahr ist alles vorgegeben: Tutorium, Methoden mit Statistik I, Statistik II und vier Module (Entwicklungs-, Wahrnehmungs-/Lern-, Biologische und Sozialpsychologie). Pro Prüfung gibt es zwei Versuche, und alle propädeutischen Veranstaltungen müssen bestanden sein, bevor der zweite Studienabschnitt beginnt. Die Prüfungen liegen in den Semesterferien, die erste (Methoden) am 8.2.2027.

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Was gehört zum Propädeutikum an der Uni Bern?

Das Propädeutikum ist der erste Teil des Bachelors Psychologie an der Universität Bern und umfasst die Semester 1 und 2. Im ersten Jahr ist alles vorgegeben, du wählst noch nichts. Laut Studienplan 2026 gehören diese Veranstaltungen dazu:

Veranstaltung ECTS
Einführung in die Psychologie, Tutorium 2
Einführung in die Methoden der Psychologie & Wissenschaftliches Arbeiten inkl. Statistik I 10
Statistik II mit Übungen 5
Entwicklungspsychologie I & II 6
Wahrnehmungspsychologie & Lernen und Gedächtnis 6
Biologische Psychologie I & II 6
Sozialpsychologie I & II 6

Zusammen sind das 41 ECTS. Die Uni selbst nennt das erste Studienjahr Propädeutikum, so nennen wir es hier auch. An der Uni Bern ist «Propädeutikum» der Begriff, mit dem du im Studienplan und im KSL arbeitest.

Wichtig: Die Zuordnung einzelner Teilveranstaltungen zum Herbst- oder Frühjahrssemester ist im Studienplan-Auszug nicht überall eindeutig, und ECTS werden je Modul angegeben, nicht je Teil. Prüfe deshalb im Studienverlaufsplan und im Vorlesungsverzeichnis, was du in welchem Semester besuchst. Die Übersicht findest du auf der Seite der Fakultät zum Bachelor-Major Psychologie.

Wann und wie wirst du geprüft?

Die ordentlichen Prüfungen liegen in den Semesterferien. Die Prüfung im Modul Methoden, in dem auch Statistik I steckt, findet am Ende des Herbstsemesters statt, laut Prüfungsseite des Instituts am 8.2.2027 von 10:00 bis 11:30 Uhr. Die Modulprüfungen in Entwicklungspsychologie, Wahrnehmungspsychologie/Lernen und Gedächtnis, Biologischer Psychologie und Sozialpsychologie sowie die Prüfung zu Statistik II liegen am Ende des Frühjahrssemesters, jeweils mit eigener Anmeldung im KSL.

Der Studienplan 2026 nennt für die Prüfungen im Propädeutikum eine Dauer von 60 bis 120 Minuten. Welche Frageformate dich erwarten, hängt vom jeweiligen Fach ab. Für das Tutorium «Einführung in die Psychologie» ist die Prüfungsform in den gelesenen Quellen nicht angegeben, frag dazu in der Veranstaltung nach.

Zur Anmeldung: Für die 1. Prüfungsperiode nennt die Prüfungsseite des Instituts den Zeitraum 23.11.2026 bis 8.1.2027. Auf der Fristenseite steht bei denselben Terminen eine widersprüchliche Jahreszahl, prüfe die Angaben deshalb auf der Fristenseite des Instituts. Eine Nachmeldung ist für Bachelor-Prüfungen nicht möglich, die Abmeldung geht bis zum Vortag der Prüfung. Die zweite Periode liegt im März, mit Anmeldung vom 15. bis 26.2.2027.

Was gilt bei einem Nichtbestehen?

Hier lohnt sich Genauigkeit, ohne dass du dich verrückt machen musst. Nach dem Studienplan und der Institut-FAQ gibt es im Propädeutikum zwei Prüfungsversuche pro Prüfung. Im zweiten Studienabschnitt sind es drei Versuche. Alle propädeutischen Veranstaltungen müssen bestanden sein, bevor der zweite Studienabschnitt beginnt.

Laut Institut-FAQ führt zweimaliges Nichtbestehen zum Studienausschluss. Ein zweiter Versuch ist also kein Puffer, den du bedenkenlos verbrauchen kannst. Der genaue Wortlaut steht im Studienplan und in der FAQ des Instituts für Psychologie, lies ihn dort nach. Beim Institut oder der Studienberatung bekommst du Auskunft zu deinem Einzelfall.

Es gibt auch eine Entlastung: Laut Institut-FAQ kann das Propädeutikum auf bis zu vier Semester gestreckt werden. Wer merkt, dass sechs Prüfungen in zwei Semestern zusammen mit Nebenjob oder Familie zu viel sind, kann also früh planen, welche Module er später abschliesst. Sprich das am besten vor der Anmeldung mit der Studienberatung durch. Die Teilzeitarbeit von rund 30 Prozent bezeichnet die Fachschaft als machbar.

Wie lernst du sechs Prüfungen über zwei Semester?

Der häufigste Fehler ist, alles auf die Prüfungszeit zu verschieben. Fünf der sechs Modulprüfungen kommen ans Ende des Frühjahrssemesters. Das klingt weit weg, füllt aber schnell den Kalender, wenn du den Stoff im Semester nur überfliegst.

Drei Prinzipien helfen dabei:

  • Rückwärts planen: Vom Prüfungstag aus rechnest du zurück, wann Wiederholung, Übungsaufgaben und Erstdurchgang fertig sein sollen.
  • Fächer abwechseln: Wer am selben Tag Biologische Psychologie und Sozialpsychologie lernt, verwechselt weniger und merkt sich mehr als bei einem Fach am Stück.
  • Früh testen: Beantworte Fragen aus dem Gedächtnis, statt Texte nur zu markieren. Die Übungsaufgaben deiner Lehrenden sind dafür der beste Massstab.

Der Artikel Semesterplanung im Psychologie-Bachelor: 12 Wochen bis zur Klausur zeigt, wie du ein Semester in Wochenblöcke teilst. Wie du dich in den letzten Wochen vorbereitest, steht in Klausurphase im Psychologie-Bachelor: Lernplan für 6 Wochen. Einzelne Techniken wie Abrufübungen und verteiltes Lernen findest du in Effektiv lernen im Psychologie-Studium.

Welche Fächer brauchen besonders viel Vorlauf?

Statistik verlangt Übung, weil du rechnen musst und Nachlesen allein nicht reicht. Wenn du sie parallel zur Vorlesung übst, entsteht vor der Prüfung kein Berg. Ein Skript zur Statistik kann dabei als zweite Erklärung neben Vorlesung und Übung dienen. Wie Statistik an der Uni Bern aufgebaut ist, steht auf der Seite Statistik im Psychologie-Studium an der Uni Bern.

Wahrnehmungspsychologie und Lernen und Gedächtnis sind begriffsreich. Du musst Modelle kennen, vergleichen und auf Beispiele anwenden. Im Skript Allgemeine Psychologie I werden Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Lernen sowie Motivation und Emotion erklärt. Es deckt die Grundlagen ab, die in diesen Fächern üblicherweise geprüft werden, und folgt nicht dem Aufbau der Berner Vorlesungen.

Bei Entwicklungs-, Biologischer und Sozialpsychologie hilft eine Vergleichstabelle pro Fach. Trage Theorien, Vertreter und typische Befunde ein und beantworte beim Wiederholen nur Fragen dazu, welche Aussage zu welcher Theorie gehört.

Wie bereitest du die Modulprüfungen der Fachmodule vor?

Die vier Fachmodule haben eines gemeinsam: Du sollst Modelle und Befunde nicht nur wiedergeben, sondern vergleichen und anwenden. Ob und wie tief bestimmte Inhalte drankommen, bestimmen deine Dozierenden. Als Orientierung helfen Standardbegriffe, die in diesen Fächern lehrbuchüblich sind.

In der Wahrnehmungspsychologie sind das etwa die Gestaltgesetze, in Lernen und Gedächtnis die klassische und die operante Konditionierung sowie das Mehrspeichermodell und das Arbeitsgedächtnismodell. In der Entwicklungspsychologie gehören Stufenmodelle wie Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung und die Bindungstheorie dazu, in der Sozialpsychologie zum Beispiel Einstellungen, Attribution und Gruppenprozesse. In der Biologischen Psychologie stehen der Aufbau des Nervensystems und die Signalübertragung zwischen Neuronen im Mittelpunkt.

Lege für jedes Fach eine Tabelle an, in der links der Begriff steht, in der Mitte die Kernaussage in einem Satz und rechts ein Beispiel. Beim Wiederholen deckst du zwei Spalten ab und ergänzt sie aus dem Kopf. So trainierst du das, was Modulprüfungen verlangen: erklären und anwenden statt wiedererkennen.

Ergänze das Ganze um Transferfragen. Frag dich bei jedem Modell, auf welchen Alltagsfall es passt und wo es an Grenzen stösst. Wer für eine Theorie ein Beispiel und ein Gegenbeispiel nennen kann, hat sie verstanden. Solche Fragen gehören in dein wöchentliches Wiederholungsprogramm, nicht in die letzte Woche vor der Prüfung.

Woran erkennst du früh, dass du nachsteuern musst?

Drei Anzeichen sind ein guter Anlass, den Plan zu ändern: Du kannst Übungsaufgaben nur mit Blick in die Lösung lösen, du verschiebst ein Fach mehrfach hintereinander, oder du weisst bei der Wiederholung nicht mehr, was in der letzten Vorlesung dran war. Reagiere darauf in derselben Woche, nicht erst kurz vor der Anmeldung im KSL.

Sprich in solchen Fällen früh mit Dozierenden, Tutorinnen und Tutoren oder Kommilitoninnen und Kommilitonen. Wenn die Belastung insgesamt zu hoch ist, kann die Streckung des Propädeutikums auf bis zu vier Semester eine Option sein. Diese Entscheidung ist bewusst, nicht als Notlösung gedacht, und du solltest sie vor der Prüfungsanmeldung mit dem Institut oder der Studienberatung klären.

Was kommt nach dem Propädeutikum?

Danach beginnt der zweite Studienabschnitt. Dort gelten drei Prüfungsversuche. Der Bachelor umfasst insgesamt 180 ECTS und ist als Major mit 120 ECTS aufgebaut, dazu kommt ein Minor mit 60 ECTS oder zwei Minors mit je 30 ECTS. Danach steht der Master offen, an der Uni Bern ein Master of Science in Psychologie mit 120 ECTS über vier Semester.

Für den Weg zum Titel Psychotherapeutin oder Psychotherapeut nennt das Institut in der FAQ einen Master plus eine postgraduale Psychotherapie-Weiterbildung, die vier bis sechs Jahre dauert. Für die Details gilt, was die Uni selbst schreibt, du findest sie auf der Seite der Fakultät zum Master Psychologie.

Womit kannst du das ganze Jahr abdecken?

Wenn du nicht für jedes Fach einzeln nach Material suchen willst, gibt es Pakete. Das Premium-Komplettpaket Psychologie-Bachelor enthält alle Bachelor-Module, Zusatzkurse und typische Prüfungsaufgaben mit Lösungen.

Das Komplettpaket ist die kleinere Variante ohne Zusatzkurse und ohne das Paket mit Praktika-Anleitungen.

Beide sind als PDF geschrieben und decken die Grundlagen der Kernfächer ab. Sie folgen nicht dem Studienplan der Uni Bern und ersetzen weder Vorlesung noch Übung. Sinnvoll sind sie vor allem als zusätzliche Erklärung und für Wiederholungsaufgaben. Über den Studienstart insgesamt, mit Plattformen und Anlaufstellen, liest du mehr auf der Seite Psychologie im 1. Semester an der Uni Bern.

Was kannst du schon jetzt erledigen?

Das Semester läuft seit dem 14.9.2026, die Vorlesungszeit endet am 18.12.2026. Nutze die ersten Wochen für Organisatorisches: Kurse im KSL prüfen, ILIAS-Räume ansehen und die Prüfungstermine in deinen Kalender eintragen. Die Zugangsdaten für den Versuchspersonenpool SONA erhalten Erstsemestrige bis Ende Oktober. Für die 15 Versuchspersonenstunden lohnt es sich, früh zu starten.

Suche dir ausserdem eine Lerngruppe. Zu zweit oder zu dritt Fragen zu stellen, macht Lücken schneller sichtbar als allein zu lesen. Fachschaft und Institut bieten Anlaufstellen, auch für Fragen, die den Studienplan betreffen.

Vom Semesterstart bis zu den Propädeutikumsprüfungen

  1. Jetzt (Woche 3)Studienplan lesen, Prüfungstermine in den Kalender eintragen und zwei feste Lerntermine pro Woche festlegen.
  2. Herbstsemester, Woche 3–14Vorlesungen nacharbeiten und pro Fach eine Zusammenfassung mit Kernbegriffen anlegen. Statistik wöchentlich rechnen.
  3. Bis 18.12.2026Erstdurchgang des Methoden-Stoffs abschliessen. Offene Fragen in die Übung oder zu den Dozierenden mitbringen.
  4. Weihnachtszeit bis Anfang JanuarWiederholung planen und im KSL zur Methodenprüfung anmelden. Der Zeitraum steht auf der Prüfungsseite des Instituts.
  5. JanuarÜbungsaufgaben der Lehrenden zu Methoden und Statistik I durcharbeiten, Fehlerliste führen.
  6. 8.2.2027Modulprüfung Methoden. Danach ein paar Tage Abstand, bevor das Frühjahrssemester startet.
  7. Frühjahrssemester, Wochen 1–8Statistik II und die Fachmodule mitlernen. Pro Fach früh eine Vergleichstabelle anlegen.
  8. Frühjahrssemester, ab Woche 9Rückwärtsplan zu den Modulprüfungen erstellen, Abrufübungen einbauen, Anmeldungen im KSL kontrollieren.
  9. Ende FrühjahrssemesterModulprüfungen mit eigener KSL-Anmeldung. Die 2. Periode liegt im März, die Anmeldung dafür läuft im Februar.

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Häufige Fragen

Was umfasst das Propädeutikum im Psychologie-Bachelor an der Uni Bern?

Es umfasst 41 ECTS in den Semestern 1 und 2: Tutorium Einführung in die Psychologie, Methoden mit Statistik I, Statistik II sowie Entwicklungspsychologie, Wahrnehmungspsychologie & Lernen und Gedächtnis, Biologische Psychologie und Sozialpsychologie. Alles ist vorgegeben.

Wie viele Prüfungsversuche habe ich im Propädeutikum?

Laut Studienplan und Institut-FAQ gibt es pro Prüfung zwei Versuche. Im zweiten Studienabschnitt sind es drei. Zweimaliges Nichtbestehen führt laut Institut-FAQ zum Studienausschluss, den genauen Wortlaut prüfst du am besten dort selbst nach.

Kann ich das Propädeutikum auf mehr als zwei Semester verteilen?

Laut Institut-FAQ kann das Propädeutikum auf bis zu vier Semester gestreckt werden. Klär deinen Plan vor der Prüfungsanmeldung mit der Studienberatung oder dem Institut.

Wann ist die erste Prüfung des Propädeutikums?

Die Modulprüfung Methoden mit Statistik I findet laut Prüfungsseite des Instituts am 8.2.2027 von 10:00 bis 11:30 Uhr statt. Die Anmeldung läuft über das KSL, eine Nachmeldung ist nicht möglich.

Reichen Lernskripte, um das Propädeutikum zu bestehen?

Skripte sind eine zweite Erklärung neben Vorlesung und Übung und ersetzen beides nicht. Sie decken Grundlagen ab, die in diesen Fächern üblicherweise geprüft werden, und folgen nicht dem Studienplan der Uni Bern.

Ist Psychologie Helden ein Angebot der Uni Bern?

Nein, Psychologie Helden ist ein unabhängiges Lernangebot. Verbindlich sind die Angaben der Universität Bern, vor allem Studienplan, Prüfungsseiten und KSL.

Stand: 30.09.2026. Alle Angaben zur Universität stammen aus öffentlich zugänglichen Seiten der Hochschule.

Quellen:

Psychologie Helden ist ein unabhängiges Lernangebot und nicht mit der Universität Bern verbunden. Verbindlich sind die Angaben der Hochschule, insbesondere Studienordnung, Studienplan und Semesterdaten.