Statistik im Psychologie-Studium an der LMU München

LMU MünchenPsychologie B.Sc.WS 2026/27Stand 30.09.2026

Statistik 1 startet im ersten Semester und begleitet dich bis ins zweite. Hier steht, wo das Modul im Studienplan liegt, womit du arbeitest und wie du dich Woche für Woche vorbereitest.

Kurz beantwortet

An der LMU steht Statistik gleich im ersten Semester an: Laut Studienplan PStO 2025 gehören P 2.1 Statistik 1 (6 ECTS) und P 2.2 Angewandte Statistik 1 und neuro-kognitive Psychologie (3 ECTS, benotete Modulprüfung) zu deinem Start. Im zweiten Semester folgen P 6.1 Statistik 2 und P 6.2 Angewandte Statistik 2. Die Vorlesungszeit beginnt am 12.10.2026. Die Prüfungsform und den Klausurtermin gibt die LMU in den Unterlagen zum Modul bekannt.

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Wo liegt Statistik im Studienplan der LMU?

Die Statistik verteilt sich auf zwei Semester. Im ersten Semester belegst du P 2.1 Statistik 1 mit 6 ECTS und P 2.2 Angewandte Statistik 1 und neuro-kognitive Psychologie mit 3 ECTS. Bei P 2.2 nennt der Studienplan eine benotete Modulprüfung, bei P 2.1 steht keine eigene Prüfungsform. Im zweiten Semester geht es mit P 6.1 Statistik 2 (6 ECTS) und P 6.2 Angewandte Statistik 2 (3 ECTS, ebenfalls benotet) weiter.

Die Angaben stammen aus dem Studienplan zur PStO 2025 mit Stand 10.12.2025. Das Department kennzeichnet ihn als vorläufig. Schau deshalb vor Semesterbeginn noch einmal in den aktuellen Studienplan und in das Modulhandbuch, sobald es online steht. Den Plan findest du auf der Seite des Departments für Studierende.

Welche Prüfungsform erwartet dich?

Das lässt sich derzeit nicht seriös beantworten. Der Studienplan führt für die Statistikmodule nur auf, ob eine Modulprüfung benotet ist, nicht aber, ob sie als Klausur, mit Multiple-Choice-Fragen oder anders stattfindet. Auch den Klausurzeitraum für das Wintersemester 2026/27 hat die LMU noch nicht in einer Form veröffentlicht, auf die wir uns beziehen können.

Frag deshalb in der ersten Vorlesungswoche nach: Welche Form hat die Prüfung, welche Hilfsmittel sind erlaubt, gibt es Übungsaufgaben aus dem Semester? Schau zusätzlich in den Moodle-Kurs und in das LSF. Melde dich für die Prüfung im LSF innerhalb der Fristen an. Das Department weist darauf hin, dass eine Nachmeldung nach der PStO nicht möglich ist.

Womit arbeitest du in Statistik 1?

Die Arbeitsgruppe Psychologische Methodenlehre und Diagnostik stellt auf oer.psy.lmu.de freie Lehrmaterialien zur Verfügung: Vorlesungsfolien, Übungsaufgaben und Tutorials zu R. Die Seite zu Statistik 1 nennt R und RStudio als Software. Dazu gehören ein zweiteiliges Einführungstutorial und ein R-Nachschlagewerk. Ob und wie R in deinem Semester in Übung und Prüfung eingesetzt wird, sagen dir die Lehrenden.

Die Materialien kosten nichts, und das ist ein echter Vorteil. Nutze sie von Anfang an, auch wenn die Vorlesung noch langsam anläuft. Wer im Oktober die ersten R-Befehle ausprobiert, sitzt im Dezember nicht vor einer fremden Oberfläche.

Was steckt inhaltlich hinter Statistik 1 und 2?

Die Inhalte folgen in der Psychologie weitgehend einem Standardaufbau. Am Anfang stehen deskriptive Verfahren: Lage- und Streuungsmaße, Visualisierung, Standardisierung und Zusammenhangsmaße wie Pearson und Spearman. Danach kommt die Wahrscheinlichkeitsrechnung mit den Axiomen, der bedingten Wahrscheinlichkeit und dem Satz von Bayes, dazu diskrete und stetige Verteilungen sowie Erwartungswert und Varianz.

Erst darauf baut die Inferenzstatistik auf: zentrale Theoreme, Hypothesentests, Konfidenzintervalle, p-Wert, Signifikanzniveau und Teststärke. Welche Themen an der LMU in welchem Semester liegen, entscheidet das Curriculum vor Ort. Die Reihenfolge oben hilft dir aber, eine Lücke früh zu erkennen: Wer bei bedingter Wahrscheinlichkeit wackelt, wird beim Hypothesentest Schwierigkeiten bekommen.

Woran scheitern Erstis in Statistik am häufigsten?

  • Sie lesen Lösungen nach, statt selbst zu rechnen. Statistik lernst du mit Stift und Taschenrechner, nicht mit Textmarker.
  • Sie deuten den p-Wert als Wahrscheinlichkeit, dass die Nullhypothese stimmt. Er gibt an, wie wahrscheinlich Daten wie deine unter der Nullhypothese sind.
  • Sie verwechseln statistische Signifikanz mit praktischer Bedeutsamkeit.
  • Sie vertauschen bedingte Wahrscheinlichkeiten: P(A | B) ist nicht P(B | A).
  • Sie schieben den Einstieg auf und stehen nach sechs Wochen vor Stoff, der auf dem Anfang aufbaut.

Führe dazu eine Fehlerliste: Schreib zu jeder falschen Aufgabe auf, was du falsch verstanden hast, nicht nur die richtige Lösung. Nach einigen Wochen erkennst du deine eigenen Muster. Mehr zur Methode findest du im Artikel Statistik-Klausur in Psychologie: Lernplan.

Wie liest du eine Statistikaufgabe systematisch?

Die meisten Aufgaben folgen einem Muster, auch wenn die Geschichte drumherum wechselt. Lies zuerst die Frage und markiere, was gegeben und was gesucht ist. Bestimme danach das Skalenniveau der Variablen, denn davon hängt ab, welche Kennwerte und Verfahren zulässig sind. Erst dann wählst du das Verfahren, rechnest und formulierst die Antwort als Satz.

  1. Fragestellung und beteiligte Variablen identifizieren.
  2. Skalenniveau bestimmen: nominal, ordinal, intervallskaliert oder verhältnisskaliert.
  3. Passendes Verfahren wählen und begründen.
  4. Rechnen und Zwischenschritte notieren.
  5. Ergebnis im Zusammenhang der Fragestellung in einem Satz deuten.

Der letzte Schritt fällt am häufigsten weg. Eine Zahl ohne Deutung beantwortet die Frage nicht. Übe deshalb jede Aufgabe bis zum Antwortsatz und lies ihn dir am Ende noch einmal laut vor.

Welche Grundbegriffe musst du sicher beherrschen?

Die Tabelle nennt Begriffe, die in einer Einführung in die Statistik üblicherweise früh auftauchen und auf denen später alles aufbaut. Wann welcher Begriff in deiner Vorlesung drankommt, legen die Lehrenden fest.

Begriff Bedeutung Typischer Denkfehler
Mittelwert Summe aller Werte geteilt durch ihre Anzahl Bei Ausreißern als typischen Wert nehmen
Median Wert, der die geordneten Daten in zwei gleich große Hälften teilt Mit dem Mittelwert verwechseln
Varianz und Standardabweichung Maße für die Streuung um den Mittelwert; die Standardabweichung ist die Wurzel der Varianz Die quadrierte Einheit der Varianz vergessen
Korrelation Maß für den Zusammenhang zweier Variablen, zum Beispiel nach Pearson oder Spearman Einen Zusammenhang als Ursache deuten
Konfidenzintervall Bereich plausibler Werte für einen Parameter, aus Stichprobendaten berechnet Als Wahrscheinlichkeit für den wahren Wert im konkreten Intervall lesen
p-Wert Wahrscheinlichkeit von Daten wie deinen unter der Annahme, dass die Nullhypothese gilt Als Wahrscheinlichkeit der Nullhypothese deuten

Erkläre dir jeden Begriff laut und in eigenen Worten. Wenn du ihn nur mit einem Zahlenbeispiel erklären kannst, hast du ihn noch nicht verstanden. Eine ausführlichere Erläuterung bietet der Artikel Statistik im Psychologie-Studium: Grundbegriffe.

Was tust du, wenn du den Anschluss verlierst?

In Statistik kann das jedem passieren, weil der Stoff aufeinander aufbaut. Suche zuerst die Stelle, an der du zuletzt sicher warst, und baue von dort neu auf. Alles Vorherige nachzuholen ist selten nötig. Oft fehlt nur ein Baustein, etwa die bedingte Wahrscheinlichkeit.

Gehe mit einer konkreten Frage in die Übung oder Sprechstunde, statt zu sagen, du hättest alles nicht verstanden. Eine Lerngruppe hilft, weil du Aufgaben gemeinsam rechnest und einander erklären musst. Wer etwas erklärt, merkt sofort, wo sein eigenes Verständnis Lücken hat.

Wie arbeitest du in R, ohne den Überblick zu verlieren?

Die OER-Seite nennt ein zweiteiliges Einführungstutorial und ein R-Nachschlagewerk. Arbeite das Tutorial in den ersten Wochen einmal vollständig durch, statt Befehle erst kurz vor der Prüfung nachzuschlagen. Speichere deine Befehle in einem Skript mit Kommentaren, damit du später nachvollziehen kannst, was du getan hast.

Rechne Aufgaben zunächst von Hand und kontrolliere das Ergebnis danach in R. So verstehst du, was das Programm tut, und übernimmst nicht blind seine Ausgabe. Ob R in Übung oder Prüfung verlangt wird, sagt dir dein Modul.

Worin unterscheiden sich Statistik 1 und Angewandte Statistik 1?

Laut Studienplan sind es zwei getrennte Teilmodule im selben Modul P 2. P 2.1 Statistik 1 hat 6 ECTS, P 2.2 Angewandte Statistik 1 und neuro-kognitive Psychologie hat 3 ECTS und trägt die benotete Modulprüfung. Wie die Inhalte in deinem Semester auf beide Veranstaltungen verteilt werden, sagen dir die Lehrenden. Frage danach, damit du weißt, worauf du den größeren Teil deiner Zeit legst.

Im zweiten Semester baut Statistik 2 auf diesem Wissen auf. Wer im ersten Semester sauber arbeitet, hat es dort leichter. Sichere dir deshalb die Grundlagen jetzt, statt sie im Frühjahr nachzuholen.

Wie nutzt du Übungen und Tutorien richtig?

Bearbeite Übungsaufgaben, bevor du die Besprechung besuchst, auch wenn du nur die Hälfte schaffst. In der Besprechung siehst du dann genau, wo dein Ansatz abweicht. Wer unvorbereitet hingeht, schreibt mit und versteht später nur die Hälfte.

Ziehe für die Prüfungsvorbereitung die Übungsaufgaben deiner Lehrenden heran. Sie zeigen am besten, in welcher Form und Tiefe gefragt wird. Rechne sie ohne Unterlagen und zeitlich begrenzt, sonst weißt du am Ende nicht, ob du es wirklich kannst.

Wann hilft ein zusätzliches Skript?

Wenn dir eine Erklärung in der Vorlesung nicht einleuchtet, hilft eine zweite in anderen Worten oft mehr als die dritte Wiederholung derselben Folie. Das Skript Statistik I & II im Psychologie-Bachelor deckt beide Teile ab: deskriptive Verfahren, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Verteilungen, Hypothesentests und Konfidenzintervalle. Es enthält Fallstudien und fünf Aufgabentypen, von Wahr/Falsch bis Reflexion. Anleitungen für R, SPSS oder JASP gehören nicht dazu; dafür bleiben die Tutorials der LMU die richtige Adresse.

Wer mehr als nur Statistik absichern will, findet im Premium-Komplettpaket alle Bachelor-Module und Zusatzkurse. Das lohnt sich erst, wenn du absehen kannst, dass dir auch andere Fächer Mühe machen. Für den Start reicht meist das Einzelskript, und die Methodenlehre kannst du mit Empirische Forschungsmethoden ergänzen, denn P 1.2 Methoden der Datenerhebung liegt ebenfalls im ersten Semester.

Wie hängt Statistik mit den anderen Ersti-Modulen zusammen?

P 2.2 verbindet Angewandte Statistik mit neuro-kognitiver Psychologie. Du wendest also früh an, was du in P 2.1 gelernt hast. Parallel laufen zwei Module zur Allgemeinen Psychologie, deren Studien ohne Statistikwissen kaum lesbar sind. Wie die Klausurphase insgesamt aussieht, steht in unserem Leitfaden Psychologie an der LMU: Klausuren im ersten Studienjahr. Einen Überblick über Termine, Module und Versuchspersonenstunden gibt Psychologie 1. Semester an der LMU.

12 Wochen Statistik-Plan ab Vorlesungsbeginn

  1. Woche 1Vorlesungsbeginn ist der 12.10.2026. Frage nach Prüfungsform und Übungsablauf und installiere R und RStudio.
  2. Woche 2–3Deskriptive Statistik: Lage- und Streuungsmaße rechnest du von Hand an eigenen Zahlen nach.
  3. Woche 4–5Zusammenhangsmaße und Standardisierung. Lege die Fehlerliste an und führe sie ab jetzt weiter.
  4. Woche 6–7Wahrscheinlichkeitsrechnung mit bedingter Wahrscheinlichkeit und Bayes. Rechne mehrere Aufgaben ohne Unterlagen.
  5. Woche 8Verteilungen, Erwartungswert und Varianz. Wiederhole zuerst die Themen, bei denen deine Fehlerliste die meisten Einträge hat.
  6. Woche 9–10Hypothesentests, Signifikanzniveau, p-Wert und Konfidenzintervalle. Formuliere die Interpretation jeweils in eigenen Worten.
  7. Woche 11Die Weihnachtspause der LMU liegt vom 24.12. bis 6.1. Plane einen kurzen Wiederholungsblock ein, aber keinen neuen Stoff.
  8. Nach der Pause bis 5.2.2027Probeklausur unter Zeitdruck mit Aufgaben deiner Lehrenden. Die Vorlesungszeit endet am 5.2.2027; den Prüfungstermin nennt die LMU.

Lernskripte für dein erstes Studienjahr

Empfehlung

Statistik I & II im Psychologie-Bachelor

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Der Kurs erklärt Operationalisierung, Messqualität, Stichproben und experimentelles Design und ergänzt damit die Statistik um die Methodenseite. Er enthält Fallstudien und fünf Aufgabentypen.

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Das Komplettpaket bündelt Skripte zu den Kernfächern des Psychologie-Bachelors, darunter Statistik I und II. Es enthält typische Prüfungsaufgaben und Frageformate und liegt als PDF-Download vor.

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Häufige Fragen

Welche Statistikmodule gibt es an der LMU im ersten Studienjahr?

Im ersten Semester sind es P 2.1 Statistik 1 und P 2.2 Angewandte Statistik 1 und neuro-kognitive Psychologie, im zweiten Semester P 6.1 Statistik 2 und P 6.2 Angewandte Statistik 2. Das entspricht dem Studienplan zur PStO 2025, den das Department als vorläufig kennzeichnet.

Arbeite ich in Statistik an der LMU mit R?

Die Materialien der Psychologischen Methodenlehre und Diagnostik auf oer.psy.lmu.de nennen R und RStudio. Wie R in deiner Übung und der Prüfung eingesetzt wird, sagen dir die Lehrenden in der ersten Woche.

Wie sieht die Statistik-Klausur an der LMU aus?

Das lässt sich derzeit nicht belegen. Der Studienplan nennt bei P 2.2 eine benotete Modulprüfung, aber keine Prüfungsform. Frag in der Vorlesung nach und melde dich im LSF fristgerecht an.

Kann ich eine bestandene Statistik-Prüfung wiederholen?

Laut Seite des Departments kann unter der PStO 2025 nur die Statistikprüfung zur Notenverbesserung wiederholt werden. Prüfe die genaue Regelung in der PStO, bevor du dich darauf verlässt.

Reicht die Vorlesung allein zum Bestehen?

Für viele reicht sie, wenn sie dazu regelmäßig selbst Aufgaben rechnen. Ein zweites Material hilft dann, wenn dir eine Erklärung nicht einleuchtet. Entscheidend bleiben die Übungsaufgaben deiner Lehrenden.

Ist Psychologie Helden ein Angebot der LMU?

Nein. Psychologie Helden ist ein unabhängiges Lernangebot ohne Verbindung zur LMU. Verbindliche Angaben zu Modulen, Prüfungen und Fristen findest du ausschließlich bei der Universität.

Stand: 30.09.2026. Alle Angaben zur Universität stammen aus öffentlich zugänglichen Seiten der Hochschule.

Quellen:

Psychologie Helden ist ein unabhängiges Lernangebot und nicht mit der Ludwig-Maximilians-Universität München verbunden. Verbindlich sind die Angaben der Universität, insbesondere Prüfungsordnung, Modulhandbuch und Semesterkalender.