Das Institut für Psychologie der Goethe-Uni Frankfurt beschreibt den Bachelor als polyvalent und approbationskonform. Laut Studien- und Prüfungsordnung erfüllen die Pflichtmodule plus die Schwerpunktmodule 18a, 19a und 20a die Vorgaben der PsychThApprO für den Master Klinische Psychologie und Psychotherapie. Wähle diesen Schwerpunkt also bewusst und prüfe die Details in den Originaldokumenten.
Der Weg zur Approbation seit der Reform in drei Sätzen
Seit der Reform des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG 2020) führt der Weg zur Psychotherapeutin oder zum Psychotherapeuten über ein Direktstudium: ein Bachelor, ein Master und danach die Approbationsprüfung. Erst danach folgt die Weiterbildung zur Fachpsychotherapie. Die Anforderungen an die Studieninhalte legt die Approbationsordnung (PsychThApprO) fest.
Das sind die Grundzüge, mehr Rechtsauskunft gibt dieser Artikel nicht. Verbindlich ist, was die Uni und die Gesetzestexte schreiben. Einen fachlichen Überblick zur Reform liefert der Blogartikel Wirkfaktoren der Psychotherapie und die Approbationsreform.
Wichtig für dich als Erstsemester: Du musst den Approbationsweg nicht im ersten Semester entscheiden. Der Bachelor ist polyvalent, damit du Zeit hast, Fächer kennenzulernen und zu prüfen, was dich interessiert. Ein klarer Plan für das dritte Jahr reicht.
Was schreibt die Goethe-Uni Frankfurt zu ihrem Bachelor?
| Punkt | Angabe der Uni |
|---|---|
| Einordnung | Das Institut nennt den B.Sc. polyvalent und approbationskonform |
| Erfüllte Anforderungen | Pflichtmodule plus die Schwerpunktmodule 18a, 19a und 20a (Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie, Anlage 1a) |
| Zweiter Schwerpunkt | Arbeits-, Organisations- und Pädagogische Psychologie, auch Angewandte Psychologie genannt (Anlage 1b) |
| Praktikum | 10 Wochen in Vollzeit, 390 Stunden, Modul PsyBSc 20a/20b, normalerweise im 5. Semester |
| Dauer | Beide Schwerpunkte führen bis zum 6. Semester |
| Passender Master | M.Sc. Klinische Psychologie und Psychotherapie am selben Institut |
Diese Angaben stammen von der Programmseite des Instituts und aus der Studien- und Prüfungsordnung in der nichtamtlichen Lesefassung. Nur die amtliche Fassung ist verbindlich.
Zur Lesart der Tabelle: Approbationskonform bedeutet in der Beschreibung des Instituts, dass die Vorgaben der Approbationsordnung für den Master Klinische Psychologie und Psychotherapie erfüllt sind, wenn du den klinischen Schwerpunkt mit den Modulen 18a, 19a und 20a abschließt. Der zweite Schwerpunkt ist ein anderer Weg mit anderer Ausrichtung. Entscheide dich also nach Interesse und nicht aus Sorge, etwas zu verpassen.
Wann wählst du den Schwerpunkt?
Die beiden Schwerpunkte liegen im 3. Studienjahr. Wann genau die Wahl erfolgt und in welcher Form, ist in den geprüften Quellen nicht bestätigt. Du musst dich also nicht in den ersten Wochen festlegen, solltest die Frage aber spätestens im 2. Studienjahr klären.
Wenn du in Richtung Psychotherapie willst, ist der Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie der natürliche Weg. Möchtest du lieber in Wirtschaft, Bildung oder Beratung arbeiten, passt der zweite Schwerpunkt besser. Vorher lohnt ein Blick auf die Module 18a, 19a und 20a im Modulhandbuch.
Zur Einordnung: Die Psychotherapie ist seit der Reform ein eigenständiger Studienweg. Wer nur mit Psychologie arbeiten will, ohne Approbation, kann den Bachelor und einen anderen Master nutzen. Beides sind legitime Wege.
Was heißt polyvalent für dich konkret?
Polyvalent bedeutet, dass der Abschluss mehrere Wege offen hält. Der Bachelor vermittelt Grundlagen, die für eine klinische Laufbahn gebraucht werden, und bleibt zugleich ein allgemeiner Psychologie-Abschluss. Ob ein anderer Master, etwa der M.Sc. Psychologie, dein Ziel ist, hängt von den Zulassungsbedingungen des jeweiligen Programms ab.
Eine Zusage für den Masterplatz folgt aus dem Bachelor nicht automatisch. Die Bedingungen für die Zulassung stehen in den Ordnungen der Master. Ein Überblick über den Übergang steht in Vom Psychologie-Bachelor in den Master: Voraussetzungen.
Fragen, die du der Uni stellen kannst
- Welche Module gehören genau zum Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie und wann werden sie angeboten?
- Bis wann und in welcher Form muss ich den Schwerpunkt wählen?
- Wie plane ich das 10-wöchige Praktikum, damit es im 5. Semester passt?
- Welche Voraussetzungen gelten für die Zulassung zum M.Sc. Klinische Psychologie und Psychotherapie?
Die Antworten geben Studienberatung, Institut und Prüfungsamt. Notiere dir die Antworten mit Datum, denn Studienordnungen ändern sich, und dann hilft eine Notiz mit Quelle.
Was tust du schon im ersten Jahr?
- Lies die Programmseite und die Ordnung einmal komplett, damit du die Begriffe kennst.
- Lerne die Grundlagen sauber, denn sie tragen sowohl den klinischen als auch den angewandten Schwerpunkt.
- Halte deine Nachweise und Modulbescheinigungen geordnet.
- Sprich mit der Studienberatung oder der Fachschaft des Instituts, wenn du Fragen zur Reihenfolge hast.
Wie die Erstsemesterfächer aussehen, erklärt der Ersti-Guide für die Goethe-Uni Frankfurt.
Beobachte in den ersten Semestern, welche Fächer dich wirklich packen. Wer sich bei Klinischer Psychologie, Diagnostik und Entwicklungsthemen gern festliest, ist im klinischen Schwerpunkt gut aufgehoben. Wer eher Interesse an Organisationen, Lernprozessen und Beratung zeigt, findet im zweiten Schwerpunkt seinen Platz. Diese Selbstbeobachtung ist eine bessere Entscheidungsgrundlage als jede Statistik über Berufsaussichten.
Sammle außerdem früh Kontakte: Fachschaft, Tutorinnen und Tutoren aus höheren Semestern und Lehrende in den Sprechstunden wissen oft, welche Wege gut funktionieren. Frage konkret, was sie an deiner Stelle im ersten und zweiten Studienjahr beachten würden.
Welche Materialien passen zum klinischen Weg?
Für den klinischen Schwerpunkt später bietet sich das Skript Klinische Psychologie & Psychotherapie von Psychologie Helden an. Es behandelt Diagnostik psychischer Störungen, Therapieformen und störungsspezifische Interventionen und enthält Übungsaufgaben mit Lösungen. Im Erstsemester brauchst du es noch nicht.
Für das 10-wöchige Praktikum gibt es Praktika in der Psychologie mit Ablaufplänen zu Klinikpraktikum, Fallkonzept und Testdurchführung.
Wer über das gesamte Studium hinweg Material sucht, kann sich außerdem das Premium-Komplettpaket ansehen. Es enthält alle Bachelor-Module, Zusatzkurse und Prüfungsaufgaben mit Lösungen.
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Häufige Fragen
Ist der Psychologie-Bachelor an der Goethe-Uni Frankfurt polyvalent?
Ja, das Institut für Psychologie beschreibt ihn als polyvalent und approbationskonform. Die Details stehen in der Studien- und Prüfungsordnung.
Wie lang ist das Pflichtpraktikum?
Es sind 10 Wochen in Vollzeit mit insgesamt 390 Stunden, normalerweise im 5. Semester. Es gehört zum Modul PsyBSc 20a/20b.
Reicht der Bachelor für die Approbation?
Nein, nach dem Bachelor folgt der Master und danach die Approbationsprüfung. Was genau anerkannt wird, entscheidet die Uni nach den gesetzlichen Vorgaben, prüfe es in ihren Dokumenten.
Stand: 30.09.2026. Quellen: Institute programme page (polyvalent, accreditation, Nebenfach); Studienordnung/Prüfungsordnung, nichtamtliche Lesefassung; Fachschaft. Psychologie Helden ist ein unabhängiges Lernangebot und nicht mit der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main verbunden. Verbindlich sind die Angaben der Universität, insbesondere Prüfungsordnung, Modulhandbuch und Semesterkalender.