Das Wort „polyvalent“ taucht in den Angaben der LMU München, auf die sich dieser Artikel stützt, nicht ausdrücklich auf. Das Department schreibt, der Bachelor Psychologie sei so gestaltet, dass er die Anforderungen der PsychThApprO erfüllen soll, betont aber, dass die Prüfung der Approbationskonformität bei den Landesprüfungsämtern liegt. Nach dem aktuellen Studienplan musst du für spätere Bewerbungen auf einen Master in Psychotherapie bestimmte Wahlpflichtmodule belegen und dich schon in den Semestern 3 und 4 für den klinischen Schwerpunkt entscheiden.
Wie läuft der Weg zur Approbation seit der Reform?
Seit der Reform des Psychotherapeutengesetzes 2020 führt der Weg zur Approbation über ein Bachelorstudium und ein anschließendes Masterstudium mit klinischem Schwerpunkt. Darauf folgt eine Approbationsprüfung. Erst danach beginnt die Weiterbildung zur Fachpsychotherapeutin oder zum Fachpsychotherapeuten. Verbindlich sind die gesetzlichen Vorgaben und die Auskünfte der zuständigen Stellen, nicht dieser Artikel.
Was schreibt die LMU dazu?
Auf der Seite für Studieninteressierte des Departments steht, dass der Bachelor darauf ausgerichtet ist, die Anforderungen der Approbationsordnung (PsychThApprO) zu erfüllen. Zugleich weist das Department darauf hin, dass die Feststellung der Approbationskonformität nicht bei der Uni, sondern bei den Prüfungsämtern der Länder liegt. Lies dazu die Originaltexte: Informationen für Studieninteressierte und Informationen während des Studiums.
Ob der Studiengang als „polyvalent“ bezeichnet wird, lässt sich aus diesen Seiten nicht ablesen. Nutze für deine Planung deshalb nicht das Etikett, sondern die konkreten Regeln im Studienplan.
Was steht im Studienplan zu den Wahlmodulen?
| Punkt | Angabe im Studienplan PStO 2025 |
|---|---|
| Wahlpflichtmodule für Master-Bewerbungen in der Psychotherapie | WP 3, WP 7, WP 9, WP 11 und WP 14 |
| Wahl des klinischen Schwerpunkts | in den Semestern 3 und 4, früher als nach der PStO 2020 |
| Andere Vertiefungen | etwa Wirtschafts- und Organisationspsychologie oder Pädagogische Psychologie |
| Status des Plans | auf der Seite des Departments als vorläufig markiert (Stand 10.12.2025) |
Weil der Plan vorläufig ist, prüfe die Modulzuordnung im Studienverlaufsplan der aktuellen Fassung, bevor du Wahlmodule festlegst. Den Plan findest du als Studienplan PStO 2025.
Was bedeutet die frühe Wahl für dich im ersten Semester?
Für Erstsemester ändert sich zunächst wenig, denn die Module der ersten beiden Semester (P 1 bis P 8) stehen im Studienplan als feste Bausteine. Die Entscheidung fällt erst später. Bis dahin hilft es, die klinischen Themen früh kennenzulernen. Im zweiten Semester steht mit P 8 „Grundlagen der Klinischen Psychologie“ und „Vertiefung in Klinischer Psychologie“ der erste klinische Baustein im Plan. Wer wissen möchte, wie Störungsbilder, Diagnostik und Therapieverfahren zusammenhängen, kann sich mit dem Lernskript Klinische Psychologie & Psychotherapie vorbereiten. Es behandelt Diagnostik nach ICD-10, ICD-11 und DSM-5, Therapieformen und störungsspezifische Interventionen und liefert Übungsaufgaben mit Lösungen.
Wie sammelst du früh praktische Erfahrung?
Praktika gehören zum Studium. Die LMU verlangt 20 Versuchspersonenstunden über SONA, bevor du dich zur Berufsqualifizierenden Tätigkeit I beziehungsweise zum Berufsbezogenen Praktikum anmeldest. Für Praktikumsvorbereitung und Fallkonzepte bietet das Paket Praktika & Anleitungen in der Psychologie Ablaufpläne und Übungsaufgaben, unter anderem zu Klinikpraktikum, Kognitiver Verhaltenstherapie und Diagnostik. Wie viele Praktikumsstunden du konkret brauchst und was anerkannt wird, regelt die Prüfungsordnung; frag im Zweifel beim Department nach. Wie der Übergang in den Master allgemein aussieht, erklärt der Beitrag Vom Psychologie-Bachelor in den Master: Voraussetzungen.
Welche Missverständnisse gibt es rund um Approbation und Bachelor?
- Der Bachelor allein berechtigt nicht zur Berufsausübung als Psychotherapeutin oder Psychotherapeut. Im Approbationsweg folgen ein Master und eine Approbationsprüfung.
- Ein Etikett wie „polyvalent“ ersetzt nicht den Blick in den Studienplan. Entscheidend sind die konkreten Regeln und Module.
- Die Uni entscheidet nicht allein über die Approbationskonformität. Das Department verweist dafür auf die Landesprüfungsämter.
- Die Wahl des Schwerpunkts ist nicht unumkehrbar zu verstehen, aber sie fällt nach dem Studienplan früher als bisher. Kläre, wie flexibel du danach noch bist.
Wenn du unsicher bist, ob dein Ziel Psychotherapie oder ein anderes Feld wie Organisations- oder Pädagogische Psychologie ist, musst du dich im ersten Semester noch nicht festlegen. Nutze die ersten beiden Semester, um die Grundlagen zu lernen und dich zu orientieren.
Wem du bei Fragen zur Approbation vertraust, macht einen Unterschied. Verbindlich sind Gesetz, Approbationsordnung und die Auskünfte der zuständigen Prüfungsämter. Danach folgen die Prüfungsordnung und der Studienplan deiner Uni. Erst danach kommen Erklärtexte wie dieser, Foren und Erfahrungen aus höheren Semestern. Widersprechen sich zwei Quellen, gilt die weiter oben in dieser Reihenfolge, und im Zweifel fragst du beim Department nach.
Ein letzter Hinweis zur Planung: Halte deine Entscheidungen schriftlich fest. Notiere, welche Wahlmodule du warum gewählt hast und auf welche Fassung des Studienplans du dich bezogen hast. Wenn sich der Plan später ändert, kannst du nachvollziehen, woran du dich orientiert hast, und gezielt beim Department nachfragen.
Was solltest du vor dem Master klären?
- Die Studienplan-Regeln zu den Wahlpflichtmodulen lesen und dir eine Liste der genannten Module anlegen.
- Beim Department oder bei der Studienberatung nachfragen, wie die Zuordnung der Module für Master-Bewerbungen im Psychotherapie-Bereich aktuell ausgelegt wird.
- Die Zulassungsvoraussetzungen der Master-Programme prüfen, für die du dich interessierst. Welche Masterprogramme die LMU im Einzelnen anbietet, steht auf den Seiten der Fakultät.
- Notenübersicht und Nachweise über Praktika und Stunden sammeln, damit du bei einer Bewerbung nichts nachreichen musst.
Zusätzlich zeigt der Beitrag Wirkfaktoren der Psychotherapie und die Approbationsreform die fachliche Seite hinter der Reform. Wenn du das Studium insgesamt mit Skripten begleiten willst, enthält das Premium-Komplettpaket alle Bachelor-Module plus Zusatzkurse, darunter Materialien zu KVT und Diagnostik. Einen Überblick zum Semesterstart gibt die Seite Psychologie an der LMU München im 1. Semester.
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Häufige Fragen
Ist der Bachelor Psychologie an der LMU polyvalent?
Ausdrücklich so bezeichnet wird er in den verwendeten Angaben nicht. Das Department schreibt, der Bachelor solle die Anforderungen der PsychThApprO erfüllen, und verweist für die Konformität auf die Landesprüfungsämter.
Wann entscheide ich mich für die klinische Richtung?
Laut Studienplan PStO 2025 in den Semestern 3 und 4. Das ist früher als nach der älteren PStO 2020. Der Plan ist als vorläufig markiert, prüfe die aktuelle Fassung.
Reicht der Bachelor allein für die Approbation?
Im Approbationsweg seit der Reform folgen auf den Bachelor ein Master mit klinischem Schwerpunkt und die Approbationsprüfung. Alles Verbindliche dazu steht bei der Uni und bei den zuständigen Behörden.
Stand: 30.09.2026. Quellen: Admission procedure, PsychThApprO note, Einführung 07.10.2026; Exam registration, VP hours, SONA, PStO 2025 rules; Studienplan PStO 2025. Psychologie Helden ist ein unabhängiges Lernangebot und nicht mit der Ludwig-Maximilians-Universität München verbunden. Verbindlich sind die Angaben der Universität, insbesondere Prüfungsordnung, Modulhandbuch und Semesterkalender.