Psychologie 1. Semester an der UZH: der Guide für Erstsemestrige
Das Herbstsemester läuft seit dem 14. September. Hier findest du, was im ersten Semester Psychologie an der UZH zählt: Module, Modulbuchung, Anlaufstellen und ein Wochenrhythmus, der sich durchhalten lässt.
Im ersten Semester Psychologie an der UZH buchst du selbst deine Module: die beiden Propädeutikumsmodule 200-001 und 200-002 (je 18 ECTS), das Interaktive Proseminar 200-003 (2 ECTS) und Module deines Minors. Einen vorgefertigten Stundenplan gibt es nicht. Die Vorlesungszeit des Herbstsemesters 2026 läuft vom 14.09. bis 19.12.2026. Geprüft werden die grossen Module erst am Ende des Frühjahrssemesters, deshalb lohnt sich ein fester Lernrhythmus ab den ersten Wochen.
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Was ist jetzt in den ersten Wochen zu tun?
Falls du den Erstsemestrigentag am 10.09.2026 verpasst hast, ist nichts verloren. Dort gab es allgemeine Informationen des Studiendekanats, eine Info-Veranstaltung zum Bachelor-Major Psychologie und eine Campus-Führung durch Psychologiestudierende. Die wichtigsten Informationen findest du auf der Seite Informationen für Erstsemestrige des Instituts.
Wichtig ist zuerst die Immatrikulation. Sie gilt laut UZH erst nach Bezahlung der Semestergebühren, die Bearbeitung kann bis zu einer Woche dauern. Erst dann ist die Modulbuchung möglich. Prüfe also, ob deine Immatrikulation abgeschlossen ist, und buche danach deine Module im Studierendenportal. Manche Module lassen sich laut Institut noch nach Vorlesungsbeginn buchen, platzbeschränkte Module haben eigene Fristen.
Weil die Modulbuchung automatisch die Prüfungsanmeldung auslöst, prüfe die Stornierungsfrist, wenn du dir bei einem Modul unsicher bist. Alles Weitere zu Regeln und Abläufen erfährst du in den Studienunterlagen des Instituts. Was dort steht, ist verbindlich, nicht dieser Guide.
Welche Module belegst du im 1. Semester?
Psychologie studierst du an der UZH als Major mit 120 ECTS und kombinierst es mit einem Minor über 60 ECTS aus einer beliebigen Fakultät. Das Studium beginnt nur im Herbstsemester. Im ersten Studienjahr steht das Propädeutikum mit 38 ECTS im Zentrum.
| Modul | ECTS | Inhalt | Leistungsnachweis |
|---|---|---|---|
| 200-001 | 18 | Einführung Statistik, Emotions-, Motivations-, Sozialpsychologie | Multiple-Choice, Ende Frühjahrssemester |
| 200-002 | 18 | Einführung Methoden, Kognition, Entwicklungs-, Biol. Psychologie | Multiple-Choice, Ende Frühjahrssemester |
| 200-003 | 2 | Interaktives Proseminar (nur im Herbstsemester) | Arbeitsaufträge 50 %, aktive Mitgestaltung 50 % |
Du kannst ein oder beide Propädeutikumsmodule buchen. Beide Module laufen über zwei Semester und haben zusammen zwölf Vorlesungen, sechs pro Modul. Dazu kommen die Module deines Minors. Wie du das Ganze zeitlich aufteilst, hängt von deinem Minor ab. Prüfe ausserdem, ob dein Minor eine eigene Hürde hat, denn darauf weist das Institut ausdrücklich hin.
Ein Blick auf die Fächerlandschaft hilft beim Einordnen: Die Fächer im Psychologie-Bachelor im Überblick zeigen, wie die Grundlagenfächer zusammenhängen. Die Prüfungen erklärt die Seite Propädeutikum an der UZH im Detail, und für die Statistik gibt es den Guide Statistik an der UZH.
Was ist das Interaktive Proseminar?
Das Interaktive Proseminar (IPS, 200-003) ist eine Seminargruppe mit rund 30 Studierenden, die von einer erfahrenen Studierenden oder einem erfahrenen Studierenden aus einem höheren Semester geleitet wird. Es vermittelt Studienkompetenzen und hilft beim Vernetzen. Die Leistung besteht aus Arbeitsaufträgen (50 %) und aktiver Mitgestaltung (50 %) und wird als bestanden oder nicht bestanden gewertet.
Besuche das Proseminar von der ersten Sitzung an, denn die Anwesenheit ist von Beginn an wichtig. Es ist der beste Ort, um Lerngruppen zu bilden und dich mit Leuten aus deinem Jahrgang zu verabreden. Auch das Proseminar ist einmal wiederholbar, wie das Institut angibt.
Wo bekommst du Hilfe und Austausch?
Der Fachverein Psychologie der Universität Zürich (FAPS) ist die Studierendenvertretung des Fachs. Er verschickt laut Institut eine Mailingliste, über die du auch Studien für Versuchspersonenstunden findest. Kontaktdaten und Angebote stehen auf der Seite des Fachvereins. Frag dort und bei Kommilitoninnen und Kommilitonen nach Erfahrungen mit Lernorten und Lernmaterial.
Das Psychologische Institut befindet sich im Gebäude BIN in Zürich-Oerlikon. Die Info-Veranstaltung fand im Hörsaal KOH-B-10 im Zentrum statt. Wenn du dich beim ersten Mal in der Stadt orientieren willst, lies vorab die Hinweise auf der Erstsemestrigen-Seite.
Ob es zu deinen Vorlesungen Tutorate oder eine Lernplattform wie OLAT oder Moodle gibt, ist auf den gelesenen Seiten des Instituts nicht bestätigt. Frag in der ersten Vorlesung nach und prüfe dein Studierendenportal. Was du in der ersten Woche klärst, erspart dir viele Fragen im Dezember.
Wie sieht ein realistischer Wochenrhythmus aus?
Es gibt keinen vorgefertigten Stundenplan, also baust du dir deinen Rhythmus selbst. Bewährt hat sich ein Raster aus drei Bausteinen: Vorlesungen besuchen, direkt danach nachbereiten und einmal pro Woche einen längeren Block zum Wiederholen und Üben reservieren. Trag alle drei Bausteine als feste Termine in deinen Kalender ein, damit sie nicht von spontanen Verabredungen verdrängt werden.
- Nach jeder Vorlesung: 20 bis 30 Minuten Kernbegriffe in eigenen Worten festhalten.
- Einmal pro Woche: ein Block für Statistik-Aufgaben ohne Unterlagen.
- Alle zwei Wochen: ein Fach komplett wiederholen, damit der Stoff bis zum Frühjahr hält.
- Ein freier Halbtag pro Woche, den du bewusst nicht mit Studium füllst.
Die Vorlesungen der Psychologie werden laut Institut in der Regel aufgezeichnet, Podcasts gibt es nach Ermessen der Dozierenden. Nutze die Aufzeichnung, um Stellen nachzuhören, die du verpasst hast, und nicht als Ersatz fürs Mitdenken. Wie du Unterlagen ordnest, steht im Artikel Lernmaterial im Psychologiestudium organisieren.
Wenn du dir ein Wochenraster baust, plane auch Wege und Pausen ein. Das Institut liegt im Gebäude BIN in Zürich-Oerlikon, und Lernzeit an der Uni braucht eine realistische Anfahrt. Wer mit drei Terminen pro Tag rechnet, aber zwischen den Terminen eine Stunde Weg hat, plant zu knapp. Trage deshalb Vorlesungen, Wege, Lernblöcke und Freizeit in dieselbe Wochenansicht ein und passe sie nach zwei Wochen an, wenn du merkst, was nicht aufgeht.
Rechne ausserdem mit Schwankungen. Nicht jede Woche verläuft gleich: Arbeitsaufträge im Proseminar, Abgaben im Minor und Prüfungen anderer Fächer verschieben die Last. Baue pro Woche einen Puffer von einem halben Tag ein, den du bei Bedarf für Rückstände nutzt.
Was solltest du zu den Versuchspersonenstunden wissen?
Im Bachelor sammelst du 20 Versuchspersonenstunden. Eine Zeitstunde entspricht einer Versuchspersonenstunde. Sie sind Teil des Portfolio-Leistungsnachweises im Modul «Experimentalpsychologisches Praktikum» im 4. Semester. Den Nachweis erbringst du über Studienteilnahmebestätigungen, und zwar bis zum Ende der Veranstaltung beim Dozierenden.
Das Institut empfiehlt dringend, schon im Propädeutikum, also im ersten Jahr, damit zu beginnen. Gelegenheiten findest du im PSYCH-Pool (früher Probandenserver), über die Mailingliste des Fachvereins, durch Aushänge im Gebäude BIN und über den UZH Marktplatz. Die Regeln stehen auf der Seite zu den Versuchspersonenstunden. Wer ein paar Stunden pro Semester sammelt, muss im vierten Semester nicht mehr improvisieren.
Wie geht es nach dem ersten Semester weiter?
Das Propädeutikum läuft über zwei Semester, die beiden grossen Module werden also erst im Frühjahrssemester abgeschlossen. Danach folgt der Studienabschnitt vom 3. bis 6. Semester. Dort stehen laut Institut unter anderem eine Modulgruppe Statistik, Forschungsmethoden und Testtheorie mit 24 ECTS sowie weitere Module deines Major-Programms an. Ab dem 3. Semester sind die Module benotet.
Wer den Bachelor abschliesst, kann den Master of Science UZH in Psychologie anschliessen. Er umfasst 120 ECTS und vier Semester. Der Bachelor ist laut UZH nicht berufsqualifizierend, erst der Master berechtigt zur Berufsbezeichnung Psychologin oder Psychologe. Für dein erstes Semester ist das noch weit weg, aber es hilft, das grosse Bild zu kennen.
Wie planst du Psychologie und Minor zusammen?
Der Minor umfasst 60 ECTS und ist frei aus allen Fakultäten der UZH wählbar. Im ersten Jahr hast du also nicht nur Psychologie im Kalender. Rechne lieber mit einem Minor, der zusätzliche Zeit frisst, als mit einem, der nebenbei läuft. Prüfe frühzeitig, welche Hürden und Prüfungszeitpunkte dein Minor hat, damit sich nichts überschneidet.
Teilzeit ist an der UZH nur als selbst geplante Studienzeitverlängerung möglich, Beurlaubung dagegen ist möglich. Wenn du neben dem Studium arbeitest, sprich früh mit der Studienberatung, damit du deine Module realistisch verteilst.
Welche Rolle spielt Englisch?
Das Institut setzt gute Englischkenntnisse voraus, weil die Fachliteratur überwiegend englisch ist. Gerade im ersten Semester lohnt es sich, Fachbegriffe gleich zweisprachig aufzuschreiben, zum Beispiel Arbeitsgedächtnis und working memory oder Stichprobe und sample. Das erleichtert später das Lesen von Studien und die Vorbereitung auf Module mit englischen Texten.
Welche Lernmaterialien brauchst du wirklich?
Deine Kernmaterialien sind Vorlesung, Aufzeichnungen, die Unterlagen deiner Lehrenden und die Fachliteratur, die laut Institut überwiegend englisch ist. Nutze die Bibliothek und frag in Kleingruppen nach Empfehlungen der Dozierenden. Übungsaufgaben deiner Lehrenden zeigen dir am besten, wie geprüft wird.
Ein Lernskript kann eine zweite Erklärung neben der Vorlesung sein. Das Premium-Komplettpaket Psychologie-Bachelor enthält alle Bachelor-Module als PDF plus Zusatzkurse und deckt die Grundlagen ab, die in den Fächern üblicherweise geprüft werden. Mit dem Komplettpaket Psychologie-Bachelor bekommst du Lehrmaterialien zu den Kernfächern, ohne die Zusatzkurse. Beide sind für den deutschsprachigen Psychologie-Bachelor allgemein geschrieben und folgen nicht dem Studienplan der UZH.
Wenn du erst einmal ein Fach absichern willst, reicht ein einzelnes Skript. Für Statistik ist das Statistik I & II im Psychologie-Bachelor, für Wahrnehmung, Gedächtnis und Emotion das Skript Allgemeine Psychologie I. Warte mit dem Kauf, bis du weisst, wo du wirklich eine zweite Erklärung brauchst.
Die ersten zwölf Wochen des Herbstsemesters
- Woche 1–2 (ab 14.09.)Immatrikulation und Modulbuchung abschliessen, Proseminar besuchen, Lernzeiten in den Kalender eintragen.
- Woche 3Beim Fachverein und in der Vorlesung klären, ob es Tutorate gibt. Erste Lerngruppe bilden.
- Woche 4–5Nachbereitung nach jeder Vorlesung etablieren und wöchentliches Statistik-Rechenfenster einführen.
- Woche 6Erste Versuchspersonenstunde sammeln, um den Ablauf kennenzulernen.
- Woche 7–8Zwischenbilanz: Welche Fächer sitzen, wo hakt es? Fehlerliste anlegen.
- Woche 9–10Erste Wiederholung der ersten Vorlesungswochen mit eigenen Zusammenfassungen und Karteikarten.
- Woche 11–12Arbeitsaufträge fürs Proseminar abschliessen und Aufgaben der Lehrenden lösen.
- Bis 19.12.Vorlesungszeit abschliessen und grobe Lernplanung für die vorlesungsfreie Zeit erstellen.
Lernskripte für dein erstes Studienjahr
Premium-Komplettpaket Psychologie-Bachelor
Das Paket enthält alle Bachelor-Module als PDF plus Zusatzkurse und typische Prüfungsaufgaben mit Lösungen. Es dient als zweite Erklärung neben der Vorlesung und wird nicht als Nachbildung des Studienplans der UZH angeboten.
Digitaler DownloadZum KursKomplettpaket Psychologie-Bachelor
Das Komplettpaket bündelt Lehrmaterialien zu den Kernfächern des Psychologie-Bachelors als PDF, mit strukturierten Skripten und typischen Prüfungsaufgaben. Es ist die Alternative zum Premium-Paket ohne dessen Zusatzkurse.
Digitaler DownloadZum KursStatistik I & II im Psychologie-Bachelor
Statistik I & II erklärt deskriptive Verfahren, Wahrscheinlichkeit, Hypothesentests und Konfidenzintervalle mit Aufgaben in fünf Formaten. Es hilft dir bei der Statistik-Teilprüfung und ergänzt die Übungen deiner Lehrenden.
Digitaler DownloadZum KursAllgemeine Psychologie I
Das Skript behandelt Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Lernen sowie Motivation und Emotion mit Erklärtexten und Aufgabentypen. Es deckt Standardinhalte ab, die sich mit den Kognitions- und Emotionsthemen des ersten Jahres überschneiden können.
Digitaler DownloadZum KursHerbstsemester 2026: Mit dem Code ERSTI26 bekommst du bis zum 30.11.2026 15 % Rabatt auf alle Kurse und Pakete. Du gibst ihn im Warenkorb ein.
Welches Paket passt zu dir?
| Einzelskript | Komplettpaket | Premium-Komplettpaket | |
|---|---|---|---|
| Umfang | ein Fach | Lehrmaterial zu allen Kernfächern des Bachelors | alle Bachelor-Module plus Zusatzkurse |
| Prüfungstraining | Übungsaufgaben zum Fach | typische Prüfungsaufgaben und Frageformate | typische Prüfungsaufgaben (AFB 1–3) mit Lösungen |
| Praktika & Anleitungen | – | – | enthalten (u. a. KVT, Diagnostik, Sozial- und Schulpsychologie) |
| Format | PDF-Download, sofort nach dem Kauf verfügbar | ||
| Passt, wenn du … | gezielt ein Fach nacharbeiten willst | alle Kernfächer über das Studium hinweg abdecken willst | vom ersten Semester bis zum Praktikum alles an einem Ort haben willst |
Weiterlesen für die UZH
- Statistik im Psychologie-Studium an der UZH
- Propädeutikum Psychologie an der UZH: Prüfungen im ersten Studienjahr
- Alle Uni-Guides im Überblick
- Welche Fächer erwarten dich im Psychologie-Bachelor?
- Psychologie-Bachelor: Diese Module erwarten dich in 6 Semestern
- Lernmaterial organisieren: Skripte, Notizen und Wiederholung
Häufige Fragen
Wann beginnt das Herbstsemester 2026 an der UZH?
Die Vorlesungszeit läuft laut Semesterdaten vom 14.09.2026 bis 19.12.2026. Der Erstsemestrigentag des Instituts war am 10.09.2026.
Gibt es einen festen Stundenplan im ersten Semester?
Nein. Du buchst deine Module selbst über die Modulbuchung. Das Institut nennt ausdrücklich, dass es keinen vorgefertigten Stundenplan gibt. Dazu kommen Module deines Minors.
Wann sind die ersten Prüfungen?
Die Propädeutikumsprüfungen finden laut Institut einmal jährlich am Ende des Frühjahrssemesters statt. Das genaue Datum steht im PDF «Prüfungen Psychologie HS26 und FS27» des Instituts.
Wie viele Versuchspersonenstunden brauche ich?
20 Stunden, als Teil des Portfolio-Leistungsnachweises im Experimentalpsychologischen Praktikum im 4. Semester. Das Institut empfiehlt, schon im ersten Jahr damit zu beginnen.
Brauche ich ein Lernskript für das erste Semester?
Nicht zwingend. Vorlesung, Unterlagen der Lehrenden und Übungsaufgaben bilden die Grundlage. Ein Skript ist eine zweite Erklärung, wenn dir ein Thema zu schnell ging.
Ist Psychologie Helden ein Angebot der UZH?
Nein. Psychologie Helden ist ein unabhängiges Lernangebot ohne Verbindung zur Universität Zürich. Verbindlich sind immer die Angaben der UZH und des Psychologischen Instituts.
Stand: 30.09.2026. Alle Angaben zur Universität stammen aus öffentlich zugänglichen Seiten der Hochschule.
Quellen:
- Informationen für Erstsemestrige (Erstsemestrigentag 10.9.2026, Modulbuchung), Stand 07.09.2026
- Fachverein Psychologie (FAPS)
- Versuchspersonenstunden (Stand 05.05.2026)
Psychologie Helden ist ein unabhängiges Lernangebot und nicht mit der Universität Zürich verbunden. Verbindlich sind die Angaben der Hochschule, insbesondere Studienordnung, Studienplan und Semesterdaten.



