Propädeutikum Psychologie an der UZH: Prüfungen im ersten Studienjahr
Das Propädeutikum ist das erste Studienjahr der Psychologie an der UZH und endet mit zwei Multiple-Choice-Modulprüfungen. Hier steht, wie sie aufgebaut sind und wie du sie über zwei Semester angehst.
Das Propädeutikum (früher Assessmentstufe) umfasst an der UZH 38 ECTS im 1. und 2. Semester: zwei Module zu je 18 ECTS und das Interaktive Proseminar mit 2 ECTS. Jedes der beiden grossen Module wird mit einer Multiple-Choice-Prüfung aus drei Teilprüfungen abgeschlossen, einmal jährlich am Ende des Frühjahrssemesters, und ist nur bestanden, wenn jede Teilprüfung einzeln bestanden ist. Beide Module müssen bestanden sein, bevor du Module des 3. bis 6. Semesters belegen kannst. Jetzt, wo das Herbstsemester läuft, gewinnst du am meisten durch regelmässiges Mitlernen.
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Was gehört zum Propädeutikum an der UZH?
Das Propädeutikum ist der Studienabschnitt, mit dem du im Herbstsemester in den Psychologie-Bachelor einsteigst. An der UZH gab es dafür früher den Begriff Assessmentstufe. Der Abschnitt dauert zwei Semester, beginnt immer im Herbstsemester und hat keine inhaltlichen Voraussetzungen. Er umfasst 38 ECTS.
Die Struktur ist klar. Das Modul 200-001 («Einführung Statistik, Emotions-, Motivations-, Sozialpsychologie») hat 18 ECTS und sechs Vorlesungen. Das Modul 200-002 («Einführung Methoden, Kognition, Entwicklungs-, Biol. Psychologie») hat ebenfalls 18 ECTS und sechs Vorlesungen. Dazu kommt das Interaktive Proseminar 200-003 mit 2 ECTS, das nur im Herbstsemester stattfindet.
Einen vorgefertigten Stundenplan gibt es nicht. Du buchst deine Module selbst, und zu den Propädeutikumsmodulen kommen die Module deines Minors. Das Institut beschreibt den Aufbau auf der Seite Studienabschnitt Propädeutikum. Lies sie einmal in Ruhe, denn sie ist die verbindliche Grundlage.
Welche sechs Fächer werden geprüft?
Jedes der beiden Module besteht aus drei Teilprüfungen. Im Modul 200-001 sind das Statistik 1 (Teil 1 und 2), Emotions- und Motivationspsychologie sowie Sozialpsychologie (Teil 1 und 2). Im Modul 200-002 sind es Forschungsmethoden der Psychologie zusammen mit Kognitionspsychologie 1, Entwicklungspsychologie (Teil 1 und 2) und Biologische Psychologie (Teil 1 und 2).
| Modul | Teilprüfung | Was dich inhaltlich erwartet |
|---|---|---|
| 200-001 | Statistik 1 (Teil 1+2) | Deskriptive Statistik, Wahrscheinlichkeit, Inferenzstatistik |
| 200-001 | Emotions- und Motivationspsychologie | Theorien zu Emotion und Motivation |
| 200-001 | Sozialpsychologie (Teil 1+2) | Verhalten und Erleben im sozialen Kontext |
| 200-002 | Forschungsmethoden und Kognition 1 | Studienplanung, Messung, Wahrnehmung, Gedächtnis |
| 200-002 | Entwicklungspsychologie (Teil 1+2) | Entwicklung über die Lebensspanne |
| 200-002 | Biologische Psychologie (Teil 1+2) | Nervensystem, Hormone, biologische Grundlagen des Verhaltens |
Die rechte Spalte ist eine allgemeine Orientierung zu den Fächern, keine Themenliste der UZH. Welche Inhalte in welcher Tiefe drankommen, sagen dir die Vorlesungen und die Unterlagen deiner Lehrenden.
Wie laufen Prüfung und Bewertung ab?
Beide Modulprüfungen sind schriftlich im Multiple-Choice-Format. Sie finden laut Institut einmal jährlich am Ende des Frühjahrssemesters statt. Das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen Studiengängen: Du legst keine Prüfung nach dem ersten Semester ab, sondern erst gegen Ende des ersten Studienjahres. Das genaue Datum steht im PDF «Prüfungen Psychologie HS26 und FS27», das das Institut auf der Seite zu den Prüfungsterminen verlinkt.
Bewertet wird nur mit bestanden oder nicht bestanden. Die Punkte vergibt die Partial-Credit-Methode: 3 Punkte für eine vollständig korrekte Antwort, 2 Punkte bei einem Fehler, 1 Punkt bei zwei Fehlern. Den Cut-off bestimmt die Notenkonferenz nach der Item-Analyse. Ein Modul ist nur bestanden, wenn du alle drei Teilprüfungen einzeln bestanden hast.
Mit der Modulbuchung meldest du dich automatisch zur Prüfung an. Es gibt keine separate Anmeldung und auch keine Bestätigung. Stornieren kannst du nur innerhalb der Stornierungsfrist. An den Prüfungen sind in der Regel keine Hilfsmittel erlaubt. Die Rahmenregeln fasst das Institut unter Rund um die Prüfungen zusammen.
Was gilt bei einem Nichtbestehen?
Die Propädeutikumsmodule und das Interaktive Proseminar sind jeweils einmal wiederholbar. Bei einem Modul wiederholst du immer alle drei Teilprüfungen, frühestens am nächsten regulären Termin, und buchst das Modul neu. Weil die Modulprüfungen nur einmal im Jahr stattfinden, ist das nächste Mal also erst im folgenden Frühjahrssemester.
Was nach einer erfolglosen Wiederholung gilt, steht in den Ordnungen der Fakultät. Lies das direkt dort nach und sprich frühzeitig mit der Studienberatung, wenn du unsicher bist. Auf dieser Seite geht es darum, dass du gar nicht erst in diese Lage kommst: mit einem Plan, der auf beide Module und alle sechs Teilprüfungen verteilt ist.
Wie lernst du sechs Fächer parallel?
Weil in beiden Modulen mehrere Fächer nebeneinander laufen, ist ein Wochenraster hilfreicher als Themenblöcke am Stück. Weise jedem Fach einen festen Wochenblock zu und plane lieber viele kurze Einheiten als wenige lange. Für rechnende Fächer wie Statistik lohnt ein eigenes Zeitfenster, in dem du Aufgaben ohne Unterlagen löst. Für begriffsstarke Fächer wie Sozial- und Entwicklungspsychologie eignen sich Vergleichstabellen und eigene Karteikarten.
Wie du dir ein Semester insgesamt einteilst, zeigt der Blogartikel Semesterplanung im Psychologie-Bachelor. Zu Methoden des Lernens findest du in Lernstrategien fürs Psychologiestudium viele Ansätze, etwa verteiltes Wiederholen und Selbsttests.
Achte auf Verwechslungen zwischen Fächern. In der Emotionspsychologie triffst du auf Theorien, die sich nach dem Zeitpunkt von körperlicher Reaktion und Gefühl unterscheiden, in der Biologischen Psychologie auf Nervensystem und Hormone. In der Sozialpsychologie stehen Einstellungen, Gruppen und Attributionen im Vordergrund. Jedes Fach hat seinen eigenen Vokabelschatz, und Multiple-Choice-Optionen spielen gern mit ähnlich klingenden Begriffen.
Wie geht es nach dem Propädeutikum weiter?
Sobald beide grossen Module bestanden sind, öffnet sich das 3. bis 6. Semester. Dort besteht die Modulgruppe Statistik, Forschungsmethoden und Testtheorie laut Institut aus 24 ECTS, unter anderem mit Testtheorie, Rechnergestützter Datenauswertung, dem Experimentalpsychologischen Praktikum und Statistik 2. Ab dem 3. Semester sind Module benotet. Der Stoff des Propädeutikums bildet dafür die Grundlage, vor allem bei Statistik und Methoden.
Für den Berufsweg gilt: Der Bachelor ist laut UZH nicht berufsqualifizierend und bereitet auf das Masterstudium vor. Erst der Master of Science UZH in Psychologie berechtigt zur Berufsbezeichnung Psychologin oder Psychologe. Das Propädeutikum ist damit der erste Schritt, nicht die Entscheidung über deine Laufbahn. Details dazu stehen auf der Seite Psychologie an der UZH.
Wie gehst du mit Prüfungsdruck um?
Dass die Prüfungen erst gegen Ende des ersten Studienjahres stattfinden, kann Druck aufbauen, weil sich alles auf wenige Tage verdichtet. Nimm dem Termin die Schärfe, indem du früh Zwischenstände schaffst: eine eigene Probeklausur pro Fach am Ende des Herbstsemesters, gebaut aus den Übungsaufgaben deiner Lehrenden, zeigt dir ohne Risiko, wo du stehst.
Sprich mit Kommilitoninnen und Kommilitonen darüber, wie sie lernen. Im Interaktiven Proseminar und beim Fachverein findest du Leute in derselben Lage. Wenn dir der Druck zu gross wird, ist die Studienberatung der UZH eine gute Anlaufstelle, und du musst damit nicht bis zum Frühjahr warten.
Ein letzter Hinweis zur Modulbuchung: Prüfe zu Beginn jedes Semesters, ob deine gebuchten Module noch stimmen und ob Fristen anstehen. Ein Blick in dein Studierendenportal kostet zehn Minuten und erspart dir spätere Überraschungen.
Wie sieht die Rückwärtsplanung vom Prüfungstermin aus?
Gehe vom Prüfungsdatum aus rückwärts. Kennst du es aus dem PDF des Instituts, ziehst du drei Blöcke ab: die letzte Wiederholungsphase, eine Phase mit Übungsaufgaben im Prüfungsstil und eine Puffer-Woche. Was davor liegt, ist Aufbauzeit, in der du den Stoff der Vorlesungen laufend vertiefst. Das Herbstsemester läuft seit dem 14.09.2026, die Vorlesungszeit endet am 19.12.2026. Bis zur Prüfung im Frühjahrssemester bleiben dir also gut zwei Semester Zeit, und das ist deine wichtigste Ressource.
Eine einfache Faustregel: Jedes Fach sollte bis zum Ende des Herbstsemesters einmal in seinen Grundzügen wiederholt sein. Im Frühjahrssemester lernst du den Rest mit und legst in den letzten Wochen vor der Prüfung den Schwerpunkt auf Übungsaufgaben deiner Lehrenden. Für die Statistik gibt es eine eigene Seite: Statistik an der UZH. Einen Überblick über das erste Semester findest du im Guide fürs 1. Semester an der UZH.
Welche Materialien helfen dir beim Propädeutikum?
Deine Grundlage bleiben Vorlesung, die Aufzeichnungen (soweit die Dozierenden sie anbieten) und die Fachliteratur, die überwiegend englisch ist. Ergänzend können Lernskripte helfen, wenn du ein Thema ein zweites Mal in anderen Worten lesen möchtest. Für die Gesamtabsicherung bietet sich das Premium-Komplettpaket Psychologie-Bachelor an. Es enthält alle Bachelor-Module als PDF plus Zusatzkurse und deckt die Grundlagen ab, die in diesen Fächern üblicherweise geprüft werden. Als zweite Erklärung neben der Vorlesung ist es gedacht, nicht als Ersatz und nicht als Nachbildung des Curriculums der UZH.
Wenn du dir Fach für Fach Material zusammenstellen möchtest, kannst du mit einem einzelnen Skript starten. Ein passender erster Kandidat ist Allgemeine Psychologie I mit Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Lernen, Motivation und Emotion. Diese Themen überschneiden sich mit den Kognitions- und Emotions-Teilen des Propädeutikums. Für die rechnenden Themen gibt es das Skript zu Statistik I und II, das du auf der Seite zur Statistik findest.
Nutze zusätzlich in jedem Fach die Übungsaufgaben deiner Lehrenden und tausche dich im Interaktiven Proseminar und beim Fachverein Psychologie (FAPS) mit Kommilitoninnen und Kommilitonen aus. Wer regelmässig gemeinsam erklärt und abfragt, erkennt eigene Lücken deutlich früher.
Vom Herbstsemester bis zu den Propädeutikumsprüfungen
- Woche 1–3 (ab 14.09.)Module buchen, Ablauf jeder Vorlesung klären, Lernzeiten für alle sechs Fächer in den Kalender setzen.
- Woche 4–8Nach jeder Vorlesung Kernbegriffe in eigenen Worten festhalten. Wöchentlich ein Rechenfenster für Statistik reservieren.
- Woche 9–14 (bis 19.12.)Erste Wiederholung pro Fach mit Vergleichstabellen und Karteikarten, Fehlerliste anlegen.
- Vorlesungsfreie Zeit HSAlle Fächer einmal kurz durchgehen und Lücken markieren. Bewusst auch Pausen einplanen.
- Frühjahrssemester, BeginnMit den Fortsetzungen der Vorlesungen weiterlernen. Prüfungstermin aus dem PDF des Instituts eintragen.
- Frühjahrssemester, MitteZweite Wiederholungsrunde pro Fach. Schwächere Fächer bekommen mehr Zeit.
- Sechs Wochen vor der PrüfungÜbungsaufgaben deiner Lehrenden im Prüfungsstil lösen, jede Antwortoption begründen.
- Letzte zwei WochenKurze Einheiten, Fehlerliste durchgehen, Puffer für Unvorhergesehenes. Auf ausreichend Schlaf achten.
Lernskripte für dein erstes Studienjahr
Premium-Komplettpaket Psychologie-Bachelor
Das Paket enthält alle Bachelor-Module als PDF plus Zusatzkurse und typische Prüfungsaufgaben mit Lösungen. Es dient als zweite Erklärung neben der Vorlesung, wenn du mehrere Fächer des Propädeutikums parallel absichern möchtest.
Digitaler DownloadZum KursKomplettpaket Psychologie-Bachelor
Das Komplettpaket bündelt Lehrmaterialien zu den Kernfächern des Psychologie-Bachelors als PDF, mit strukturierten Skripten, markierten Kernbegriffen und typischen Prüfungsaufgaben. Es ist die Alternative zum Premium-Paket, ohne dessen Zusatzkurse und das Praktika-Paket.
Digitaler DownloadZum KursAllgemeine Psychologie I
Das Skript behandelt Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Lernen sowie Motivation und Emotion mit Erklärtexten, Praxisbeispielen und Aufgabentypen. Es deckt Standardinhalte ab, die sich mit den Kognitions- und Emotionsthemen des Propädeutikums überschneiden können.
Digitaler DownloadZum KursStatistik I & II im Psychologie-Bachelor
Statistik I & II erklärt deskriptive Verfahren, Wahrscheinlichkeit, Hypothesentests und Konfidenzintervalle und enthält Aufgaben in fünf Formaten. Es hilft dir bei der Teilprüfung Statistik 1, ersetzt aber nicht die Übungen deiner Lehrenden.
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Welches Paket passt zu dir?
| Einzelskript | Komplettpaket | Premium-Komplettpaket | |
|---|---|---|---|
| Umfang | ein Fach | Lehrmaterial zu allen Kernfächern des Bachelors | alle Bachelor-Module plus Zusatzkurse |
| Prüfungstraining | Übungsaufgaben zum Fach | typische Prüfungsaufgaben und Frageformate | typische Prüfungsaufgaben (AFB 1–3) mit Lösungen |
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| Format | PDF-Download, sofort nach dem Kauf verfügbar | ||
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Weiterlesen für die UZH
- Statistik im Psychologie-Studium an der UZH
- Psychologie 1. Semester an der UZH: der Guide für Erstsemestrige
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Propädeutikum und Assessmentstufe?
Das Propädeutikum hiess früher Assessmentstufe. Es ist der Studienabschnitt im 1. und 2. Semester mit 38 ECTS, in dem die beiden Module 200-001 und 200-002 und das Interaktive Proseminar 200-003 liegen.
Wann finden die Propädeutikumsprüfungen statt?
Laut Institut einmal jährlich am Ende des Frühjahrssemesters. Das genaue Datum steht im PDF «Prüfungen Psychologie HS26 und FS27» auf der Seite zu den Prüfungsterminen.
Muss ich jede Teilprüfung bestehen?
Ja. Ein Modul gilt nur als bestanden, wenn jede der drei Teilprüfungen einzeln bestanden ist. Bewertet wird mit bestanden oder nicht bestanden.
Kann ich Module des 3. Semesters schon vorher belegen?
Laut Institut müssen beide grossen Propädeutikumsmodule bestanden sein, bevor du Module der Modulgruppen des 3. bis 6. Semesters belegen kannst. Prüfe die Details im Studienplan.
Was passiert, wenn ich eine Prüfung nicht bestehe?
Die Module sind einmal wiederholbar, dann mit allen drei Teilprüfungen und neuer Modulbuchung, frühestens am nächsten regulären Termin. Für weitere Folgen gelten die Ordnungen der Fakultät und die Beratung der UZH.
Ist Psychologie Helden ein Angebot der UZH?
Nein. Psychologie Helden ist ein unabhängiges Lernangebot ohne Verbindung zur Universität Zürich. Verbindlich sind immer die Angaben der UZH und des Psychologischen Instituts.
Stand: 30.09.2026. Alle Angaben zur Universität stammen aus öffentlich zugänglichen Seiten der Hochschule.
Quellen:
- Studienabschnitt Propädeutikum (38 ECTS)
- Prüfungstermine (Verweis auf PDF HS26/FS27, nicht gelesen)
- Rund um die Prüfungen (Stand 08.04.2026)
- Psychologie an der UZH, Berufsperspektiven (Stand 01.12.2025)
Psychologie Helden ist ein unabhängiges Lernangebot und nicht mit der Universität Zürich verbunden. Verbindlich sind die Angaben der Hochschule, insbesondere Studienordnung, Studienplan und Semesterdaten.



