Am Psychologischen Institut der UZH brauchst du 20 Versuchspersonenstunden. Sie sind Teil des Portfolio-Leistungsnachweises im Modul «Experimentalpsychologisches Praktikum» im 4. Semester, der Nachweis läuft über Studienteilnahmebestätigungen bis spätestens zum Ende der Veranstaltung. Das Institut empfiehlt dringend, schon im Propädeutikum, also im ersten Jahr, mit dem Sammeln zu beginnen.
Die Eckdaten auf einen Blick
| Frage | Antwort laut Institut |
|---|---|
| Wie viele Stunden? | 20 Versuchspersonenstunden |
| Wozu gehören sie? | Zum Portfolio-Leistungsnachweis im Modul Experimentalpsychologisches Praktikum (4. Semester) |
| Wie wird gezählt? | Eine Zeitstunde entspricht einer Versuchspersonenstunde |
| Wie weist du sie nach? | Mit Studienteilnahmebestätigungen bei der oder dem Dozierenden des Praktikums |
| Bis wann? | Spätestens bis Veranstaltungsende des Praktikums |
| Wann anfangen? | Nach Empfehlung des Instituts schon im Propädeutikum |
Alle Angaben stammen von der Seite Versuchspersonenstunden am Psychologischen Institut (Stand 05.05.2026). Lies dort nach, bevor du dich auf einzelne Details verlässt. Für Sonderfälle, etwa bei einem Studienwechsel, frag direkt beim Institut nach.
Warum du im ersten Jahr anfangen solltest
Die beiden grossen Propädeutikumsmodule werden erst am Ende des Frühjahrssemesters geprüft. Im Herbst hast du deshalb vermutlich mehr Spielraum als später, wenn Prüfungen und Praktika dazukommen. Schon eine Stunde pro Woche ergibt bis zum Ende des ersten Jahres einen grossen Teil der 20 Stunden.
Später wird es enger. Im 3. bis 6. Semester sind die Module benotet, und das Praktikum kommt dazu. Wer im 4. Semester noch viele Stunden offen hat, sucht unter Zeitdruck. Das lässt sich durch einen frühen Start vermeiden.
Wo findest du Studien?
- Im PSYCH-Pool, dem System des Instituts, das früher «Probandenserver» hiess. Dort werden Studien ausgeschrieben.
- Über die Mailingliste des Fachvereins Psychologie (FAPS).
- Durch Aushänge im Gebäude BIN an der Binzmühlestrasse in Zürich-Oerlikon.
- Auf dem UZH Marktplatz.
Prüfe bei jeder Studie, ob sie als Versuchspersonenstunde anerkannt wird. Bewahre die Teilnahmebestätigung sofort auf, am besten als Foto und im Ordner mit deinen anderen Studienunterlagen. Auch Datum und Dauer solltest du notieren, denn am Ende musst du dem Praktikum eine vollständige Liste vorlegen.
Achte bei der Auswahl auf Ort, Dauer und Termin. Das Gebäude BIN liegt in Zürich-Oerlikon, also nicht im Zentrum, und manche Studien dauern länger als eine Stunde. Plane Wegzeiten ein und sage rechtzeitig ab, wenn du nicht kommen kannst, damit der Termin für andere frei wird.
Nach der Teilnahme darfst du nachfragen, was untersucht wurde. Viele Studienleitungen erklären das gern. Solche Gespräche zeigen dir auch, wie ein Forschungsprojekt organisiert ist, und sind ein guter Weg, später eine Stelle als studentische Hilfskraft oder eine Abschlussarbeit vorzubereiten.
Was du als Versuchsperson über Methodenlehre lernst
Jede Teilnahme ist eine kleine Lektion in Forschungsmethoden, wenn du bewusst darauf achtest. Du erlebst, wie eine Instruktion formuliert ist, wie Reize präsentiert werden, wie die Bedingungen wechseln und wie das Experiment endet. Frage dich hinterher: Was war die unabhängige Variable, was die abhängige? Gab es eine Kontrollgruppe oder eine Kontrollbedingung? Wurde ich zufällig zugeteilt?
Beim Debriefing erfährst du oft, was untersucht wurde. Halte in zwei Sätzen fest, wie die Studie aufgebaut war. So entsteht nebenher eine Sammlung realer Beispiele, die du für die Prüfung in Forschungsmethoden nutzen kannst. Die Teilprüfung liegt im Modul 200-002 zusammen mit Kognitionspsychologie.
Fachlich hilft dir dabei das Lernskript Empirische Forschungsmethoden als zweite Erklärung neben der Vorlesung. Es behandelt Operationalisierung, Messqualität, Stichproben und experimentelles Design und deckt Grundlagen ab, die in Methodenlehre üblicherweise geprüft werden. Einen Einstieg ohne Skript bietet der Blogartikel Empirische Forschungsmethoden in der Psychologie verständlich erklärt.
Eine Checkliste für jede Teilnahme
Ein kleines Beispiel zeigt, wie sich die Stunden summieren. Die Vorlesungszeit im Herbstsemester dauert vom 14.09. bis zum 19.12.2026, das sind etwa 14 Wochen. Eine Stunde pro Woche ergäbe bis Weihnachten 14 der 20 Stunden. Auch die Hälfte davon wäre ein solider Anfang.
Damit am Ende nichts fehlt, führst du für jede Teilnahme dieselben Angaben:
- Titel oder Kürzel der Studie und Name der Studienleitung
- Datum und tatsächliche Dauer in Minuten
- Bestätigung der Teilnahme, wenn möglich sofort unterschrieben oder digital erhalten
- Foto oder Kopie der Bestätigung im Ordner mit deinen Studienunterlagen
- Laufender Zwischenstand, zum Beispiel in einer einfachen Tabelle mit der Summe der Stunden
Eine Bestätigung nachträglich zu beschaffen ist mühsam, weil Studienleitungen wechseln und Studien enden. Sammle deshalb die Belege von Beginn an geordnet, dann wird das Praktikum im 4. Semester zur Formsache.
Ein Zeitplan, der ohne Stress funktioniert
- Herbstsemester 2026: Im PSYCH-Pool registrieren, Mailingliste abonnieren und mit ein bis zwei Stunden im Monat anfangen.
- Frühjahrssemester 2027: Rhythmus auf zwei bis drei Stunden im Monat erhöhen; in der Prüfungsphase pausieren.
- Vorlesungsfreie Zeit: Die Zeit nutzen, um Stunden nachzuholen, wenn dein Zeitplan es zulässt.
- Zweites Studienjahr: Bis zum Beginn des Praktikums die Liste kontrollieren und die Bestätigungen sortieren.
Das ist ein Vorschlag, keine Vorgabe des Instituts. Verbindlich ist, dass du 20 Stunden bis zum Ende des Praktikums nachweisen musst. Wie sich das in dein erstes Jahr einfügt, zeigt der Lernplan fürs erste Studienjahr.
Wer den Plan verpasst, hat nichts verloren: Zwanzig Stunden lassen sich auch später noch sammeln, nur mit weniger Auswahl und mehr Druck.
Was, wenn du dich mit Methoden schwertust?
Viele finden Forschungsmethoden zu Beginn abstrakt, weil Begriffe wie Validität oder Operationalisierung erst durch Beispiele greifbar werden. Genau hier helfen die Studien, an denen du teilnimmst. Bei Bedarf gibt es zusätzlich das Premium-Komplettpaket mit Skripten zu allen Bachelor-Modulen. Es ist als Ergänzung gedacht, nicht als Bedingung für das Bestehen.
Eine Übersicht der ersten Wochen an der UZH bietet unser Leitfaden zum ersten Semester.
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Häufige Fragen
Zählt jede Studie als Versuchspersonenstunde?
Das Institut nennt eine Zeitstunde als eine Versuchspersonenstunde. Ob eine bestimmte Studie anerkannt wird, prüfst du bei der Ausschreibung oder beim Institut.
Was passiert, wenn ich die 20 Stunden nicht bis zum Ende des Praktikums habe?
Die Versuchspersonenstunden sind Teil des Portfolio-Leistungsnachweises im Experimentalpsychologischen Praktikum. Was bei fehlenden Stunden gilt, steht in der Modulbeschreibung und auf der Seite des Instituts; frag im Zweifel bei den Dozierenden nach.
Muss ich im ersten Semester schon Stunden sammeln?
Nein, verlangt wird der Nachweis erst im Praktikum im 4. Semester. Das Institut empfiehlt aber dringend, schon im Propädeutikum zu beginnen.
Stand: 30.09.2026. Quellen: Versuchspersonenstunden (Stand 05.05.2026). Psychologie Helden ist ein unabhängiges Lernangebot und nicht mit der Universität Zürich verbunden. Verbindlich sind die Angaben der Hochschule, insbesondere Studienordnung, Studienplan und Semesterdaten.